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    KI (Künstliche Intelligenz)

    Definition

    Künstliche Intelligenz (KI) ist der Sammelbegriff für Software, die Aufgaben übernimmt, die normalerweise menschliche Intelligenz voraussetzen — etwa Sprache verstehen, Bilder interpretieren, Entscheidungen treffen oder aus Erfahrung lernen.

    Bedeutung im Unternehmenskontext

    Im Unternehmenskontext umfasst KI heute vor allem maschinelles Lernen, Sprachmodelle, Computer Vision und Sprachverarbeitung. Klassische regelbasierte Systeme — etwa harte Wenn-Dann-Logiken in einer Buchhaltungssoftware — werden ebenfalls häufig als KI vermarktet, sind technisch aber etwas anderes. Für Entscheider lohnt der Blick auf die zugrundeliegende Technologie: Statistische Lernverfahren passen sich Daten an und sind nur so gut wie ihr Trainingsmaterial; regelbasierte Systeme sind starr, dafür voll vorhersagbar. Mittelständische KI-Projekte kombinieren beide Welten — etwa ein regelbasiertes Workflow-Engine, ergänzt durch ein Sprachmodell für unstrukturierte Eingaben.

    Welche 4 Arten von KI gibt es?

    Die verbreitete Einteilung unterscheidet vier Arten: reaktive Maschinen ohne Gedächtnis, Systeme mit begrenztem Gedächtnis, Theory of Mind und selbstbewusste KI. Praktisch existieren heute nur die ersten beiden. Alle Systeme im Unternehmenseinsatz, einschließlich großer Sprachmodelle, gehören zur zweiten Kategorie nach heutigem Stand.

    Die vier Arten im Überblick

    Reaktive Maschinen

    Reaktive Maschinen reagieren ausschließlich auf die aktuelle Eingabe und berücksichtigen keine früheren Situationen. Sie speichern kein Gedächtnis und passen ihr Verhalten nicht aus Erfahrung an. Ein klassisches Beispiel ist ein Schachprogramm, das mögliche Züge im aktuellen Brettzustand bewertet, ohne frühere Partien zum Lernen heranzuziehen.

    Systeme mit begrenztem Gedächtnis

    Systeme mit begrenztem Gedächtnis nutzen zusätzlich Informationen aus jüngerer Vergangenheit, um ihre nächste Ausgabe oder Handlung zu bestimmen. Viele lernen ein Modell anhand umfangreicher Trainingsdaten und verarbeiten zur Laufzeit den aktuellen Kontext, speichern aber nicht dauerhaft jede Interaktion. Dazu zählen heutige Sprachmodelle und viele Anwendungen zur Bilderkennung, Prognose oder Assistenz.

    Theory of Mind

    Eine KI mit Theory of Mind könnte Überzeugungen, Absichten, Wissen und Gefühle anderer Menschen als eigene mentale Zustände berücksichtigen. Dadurch müsste sie nicht nur Wörter oder Gesten erkennen, sondern daraus erschließen, was eine Person weiß oder erwartet. Solche Fähigkeiten werden erforscht, sind aber bislang nicht als allgemein verlässliche KI-Systeme verfügbar.

    Selbstbewusste KI

    Selbstbewusste KI wäre sich ihrer eigenen Existenz und inneren Zustände bewusst und könnte diese als eigenes Erleben reflektieren. Das geht deutlich über überzeugende Sprache, Selbstbeschreibungen oder das Erkennen eigener Grenzen hinaus. Eine solche Form von Bewusstsein ist hypothetisch; heutige KI erzeugt Ausgaben aufgrund gelernter Muster und besitzt kein nachgewiesenes subjektives Erleben.

    Weitere Informationen finden Sie unter Künstliche Intelligenz für Unternehmen sowie in der Glossar-Übersicht.

    Verwandte Begriffe

    Weiterführend bei KBD

    KI-Beratung für Unternehmen